Die Filmfestspiele von Venedig bringen Virtual Reality-Weltpremieren nach Berlin

Erstmals können Berliner Filmbegeisterte in ihrer Stadt an den renommierten Filmfestspielen von Venedig teilnehmen – nicht auf dem roten Teppich oder im Kino, sondern in Virtual Reality.

„Venice VR Expanded“: eine neue Kunstform reist um die Welt

Corona zwingt auch die Filmfestivals, neue Wege zu gehen. Während die 77. Ausgabe der Filmfestspiele ihre Film-Reihen unter besonderen Vorkehrungen in den Kinosälen und unter freiem Himmel in der Lagunenstadt zeigt, wird die Virtual Reality-Sektion des Festivals komplett digital.

Insgesamt 44 Virtual Reality-Erfahrungen haben es in diesem Jahr in die Auswahl geschafft – darunter 31 Weltpremieren oder internationale Premieren. Unter dem neuen Namen „Venice VR Expanded“ sind sie für die Dauer des Festivals (2.-12.9.2020) nicht nur online abrufbar, sondern reisen auch zu ihrem Publikum auf der ganzen Welt:

In insgesamt 14 Städten auf 3 Kontinenten finden begleitende Vor-Ort-Ausstellungen statt, bei denen die Besucherinnen und Besucher die Inhalte mit professionellen Virtual Reality-Brillen hautnah erleben können.

Als einzige deutsche Stadt wird auch Berlin Gastgeber für „Venice VR Expanded“ sein:
Die Berliner Ausstellung findet vom 2. bis zum 12.September in den Gebäuden des ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof statt. Öffnungszeiten sind täglich von 12:00 bis 20:00 Uhr. Ausgerichtet wird sie von den Berliner VR-Spezialisten INVR.SPACE und dem Verein Virtual Reality Berlin-Brandenburg mit Unterstützung durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und Wirtschafts – und Technologieförderung Berlin Partner. Online-Tickets für die je 1-stündigen Zeitfenster können vorab für 15 Euro erworben werden.

Von Afrika bis zum Mond und zurück

Farbige Fantasiewelten, die von Hexen und Gnomen bevölkert werden. Kleine Monster, die menschliche Seelen sammeln. Junge Großstädter in Afrika, die ihre Identität und ihre Passion suchen. Und atemberaubende Reisen zum Mond und in die Tiefen zwischenmenschlicher Beziehungen.
Die 44 immersiven Projekte der diesjährigen Biennale di Venezia stammen aus 24 Ländern, 5 von ihnen sind aus Deutschland oder mit deutscher Beteiligung entstanden. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Es sind interaktive VR-Erfahrungen, VR-Games und linear erzählte VR-Filme, animiert, dokumentarisch oder als VR-Spielfilm konzipiert.

Im Wettbewerb konkurrieren 31 der 44 Projekte um einen goldenen Löwen. Hinzu kommen 9 Projekte außer Konkurrenz in der Reihe „Best of VR“, sowie 4 Nachwuchsprojekte aus dem Förderprogramm „Biennale College Cinema VR“. 40 VR-Erfahrungen aus dem Gesamtprogramm sind vor Ort in der Berliner Ausstellung zu erleben.
Das gesamte Line-up von „Venice VR Expanded“ kann hier eingesehen werden:

www.labiennale.org/en/cinema/2020/venice-vr-expanded


Über „Venice VR“ und die internationale Jury:

Seit 2017 zeigen die Internationalen Filmfestspiele von Venedig nicht nur Filme aus der ganzen Welt, sondern auch eine Auswahl an neuen und aufwendig produzierten Virtual Reality-Erfahrungen in der Sektion „Venice VR“. In den letzten Jahren fand die VR-Reihe auf der kleinen, dem Lido vorgelagerten Insel Lazzaretto Vecchio statt.
Als weltweit einziges A-Festival stellen die Filmfestspiele auch einen eigenen VR-Wettbewerb, bei dem eine internationale Jury insgesamt drei Preise vergibt. Präsidentin der diesjährigen Jury ist die Regisseurin und Drehbuchautorin Céline Tricart, die im letzten Jahr für ihr VR-Projekt „The Key“ den Hauptpreis gewann. Weitere Jurymitglieder sind der britische Regisseur und Oscar-Preisträger Asif Kapadia („Amy“), sowie der berühmte japanische Spieleentwickler Hideo Kojima („Metal Gear“).


Über INVR.SPACE:

invr.space

INVR.SPACE ist ein preisgekröntes Virtual Reality Full Service Studio in Berlin.
Neben der Erstellung von Inhalten beschäftigt sich INVR mit Forschung und Entwicklung im Bereich Hard- und Software, Technologieverkauf und Distribution von Inhalten.

„Wir freuen uns unglaublich über diese bisher einmalige Möglichkeit eine solche Anzahl an hochwertigen Projekten und vor allem: Weltpremieren einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.“

Sönke Kirchhof, CEO INVR


Über den VRBB:

virtualrealitybb.org

Virtual Reality Berlin-Brandenburg ist ein Verband der die wachsende Virtual, Augmented und Mixed Reality-Szene in der Hauptstadtregion vernetzt.

„Die Biennale Venedig ist mit ‚Venice VR‘ einer der Vorreiter im Bereich Festivals und Wettbewerbe immersiver Medien. Deshalb ist es für uns als VR/AR Verband eine große Ehre, aber auch Verpflichtung, diese Marke in Berlin zu vertreten.“

Stephan Schindler, Vorstandsvorsitzender VRBB


Über Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH:

www.berlin-partner.de

Berlin Partner bietet Wirtschafts- und Technologieförderung für Unternehmen, Investoren und Wissenschaftseinrichtungen in Berlin.

„Die derzeitige Situation stellt uns alle vor ungeahnte Aufgaben. Die Herausforderung besteht aber nicht darin, es schon irgendwie hinzubekommen, sondern das Beste daraus zu machen. Und dafür gibt es keinen besseren Ort als Berlin. Die Venice VR Expanded ist dafür ein herausragendes Beispiel. Ich freue mich auf das Treffen und den Austausch der internationalen VR-Community mit den Akteuren in der Hauptstadtregion und auf die Antworten, die Virtual Reality auf die Fragen dieser Zeit hat. Oder anders formuliert: Venedig oder Berlin, Hauptsache Virtual Reality.“

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner


Über das Medienboard Berlin-Brandenburg:

www.medienboard.de

Film- und New-Media-Förderung für die Hauptstadtregion
Das Medienboard unterstützte als erste Fördereinrichtung Deutschlands gezielt die Entwicklung und Umsetzung von Anwendungen für Virtual und Augmented Reality.

“Normalerweise wären wir im September nach Venedig aufgebrochen, nun kommt die Biennale mit Venice VR Expanded zu uns. Wir freuen uns, dass im September alle Wettbewerbsbeiträge der VR-Sektion auch in Berlin zu sehen sein werden. Die Hauptstadtregion mit ihrer lebendigen VR-Szene ist genau der richtige Ort für das Satellitenprogramm! “

Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung Medienboard Berlin-Brandenburg


Pressekontakt für Termine, weitere Informationen und Materialien:

Peter Lorenz, Virtual Reality Berlin-Brandenburg
peter@virtualrealitybb.org

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